Montag, 27. April 2015

Wert und eine kleine Challenge



Ein Kommentar vom letzten Post, glaube ich, erwähnte den Wert. Oft sagen wir, etwas sei es nicht Wert oder eben das Gegenteil: Man solle kämpfen, weil etwas Wert ist.
Aber was ist es denn, was das Leben wertvoll macht?

Diese Frage ist so einfach wie auch schwer zu beantworten. Ich kann nichts nennen, was für jeden das Leben wertvoll macht, aber ich kann mir vorstellen, welche Gefühle benötigt werden, um sich selbst wertvoll zu fühlen und auch zu fühlen, dass die Welt wertvoll ist.

Die bestimmten Dinge, die das Leben wertvoll machen, sind für mich vielfältig.

Ein Punkt, den man bestimmt schon herauslesen konnte, war die Musik. Musik ist für mich das höchste, schon seit ich 7 Jahre bin. Häufig steht es über den festen Freunden, den normalen Freunden und meiner Familie.

Aber dann merke ich wieder: So sehr ich die Musik liebe und auch brauche, brauche ich diese Menschen genauso sehr.

Es sind nicht die bestimmten Menschen, die das Leben wertvoll machen, sondern die Momente mit ihnen. Jedes Lachen macht mein Leben lebenswert. Jede blödsinnige Idee ist es Wert. Jede Umarmung, jedes "Ich hab dich lieb", jedes "Lisa, hast du Lust, was mit uns zu machen am Wochenende?".

Mein Vater macht mein Leben lebenswert, weil er da ist, wenn ich ihn so sehr brauche. Weil ich einfach anrufen kann und ihm von meinem Tag erzählen, auch wenn er unterwegs ist. Weil er mir sagt, dass er mich lieb hat. Weil er lacht, wenn wir zusammen sind.

Und da ist etwas weiteres, was für mich das Leben so spannend gestaltet, etwas, was viele nicht verstehen können.

Herausforderungen.

Sie sind für mich lebenswichtig. Ohne ein Ziel, das ich erreichen kann, bin ich aufgeschmissen. Und gleichzeitig sind es immer Ziele, die nahezu unmöglich zu erreichen sind. Die so viele Ängste in mir auslösen, dass ich das Gefühl habe, nie wieder auftauchen zu möchten. Aber wenn sie dann erreicht sind, dann kann ich abundzu auch einfach stolz sein.

Wie heute.

Sportprojekt. Ich konzipiere meine eigenen Trainings gelegentlich. Aber jemand anderem hab ich das noch nie vorgeführt. Heute war meine Chance. Ich hab alles vorbereitet, trotz eigentlicher Gruppenarbeit. Ich habe viel bewiesen.
1. Ich bin fit.
2. Ich weiß, wie man trainiert.
3. Ich kann konzipieren.
4. Ich kann motivieren.

Es gab Lob und unzufriedene Kritik, aber das Lob hat überwiegt und die Kritik kam von einer, die sich partout nicht durchbeißen wollte.

Ich hab mich so selbstbewusst gefühlt und würde so gerne anfangen, Trainings zu konzipieren, aufzunehmen und bei Youtube hochzuladen. Aber keine Kamera und noch steht mir meine Angst im Weg.

Aber da ich die Herausforderungen angesprochen habe.

Auch in meiner Deutsch-GFS von vor 2 Woche bin ich nicht gescheitert. 13 Punkte. Formale Fehler, Kritik auf hohem Niveau.

Es mag eingebildet klingen, aber mich selbst zu loben, ist extrem schwierig und ich nehme mir die Freiheit raus, es jetzt und hier zu tun. Ich habe beides gut gemacht, ich habe bei beidem alles gegeben und es kam bei beidem etwas tolles raus. Warum soll ich mich nicht loben dürfen? Warum ist Selbstlob etwas, was eingebildet wirkt? Warum soll man sich jede Minute seines Lebens mit Selbstkritik quälen? Warum nicht einfach mal etwas gut machen?
Aber das ist ein anderes Thema.

Mein nächstes Projekt, meine nächste Herausforderung, werde ich dem Sport widmen.

Für den Mai:
300 km Radfahren und 50 km joggen
Freeletics (ich werde mir den Coach wahrscheinlich kaufen)

Jeder, der mitmachen möchte: Gerne!

Kommentare:

  1. Ich finde sich selber zu loben wenn man etwas gut gemacht hat wirkt nicht eingebildet ;)
    Und den Beitrag find ich übrigens richtig gut, der regt einen zum denken an. Kannst du ruhig öfter machen.
    Übrigens, so wichtig wie für dich die Musik ist, ist für mich das Zeichnen. Also verstehe ich dich da ein wenig wenn du sagst du stellst die Musik über Freunde aber brauchst sie gleichzeitig.
    Es gab viele Jahre wo meine Eltern mich dafür kritisierten was ich gezeichnet habe obwohl ich es mochte und dadurch habe ich das Zeichnen über sie gestellt aber seit ein paar Jahren haben sie sich wohl damit abgefunden das ich sowas zeichne (oder vielleicht auch angefreundet. )

    Was mir im Leben fehlt ist ein Ziel :/ Ich habe wirklich keine Ahnung was mein Ziel ist, was ich möchte.. das ist so das größte Motivations Problem das ich habe..

    Und ich würde ja gerne mit dir die 300km fahren und 50km joggen machen aber ich habe momentan nicht die Gelegenheit dazu.. vielleicht melde ich mich aber endlich im Fitnessstudio an und dann mache ich gerne mit :)

    Übrigens tut mir leid das ich nicht früher auf dein Kommentar geantwortet habe, ich hab gewartet bis du was neues gepostet hast.
    Es freut mich das du die Musik auf meinem Blog magst :D Und Nacht der Museen ist.. Naja jedes Jahr gibt es einmal die Nacht der Museen wo die ganzen Museen am Mainufer und in der Umgebung offen sind und man kann in jedes für nur eine Karte (15€) reingehen. Es gibt jedes Jahr andere Themen und Vorstellungen, Ausstellungen und Attraktionen von 19 bis 2 Uhr Nachts. :)
    Es sind jedoch soooo viele Museen das man da gar nicht in jedes kommen kann also muss man da schon paar bestimmte raussuchen die man sehen will.

    Lg. Lizzy ♥

    AntwortenLöschen
  2. Diesmal warte ich mal nicht bis du wieder was geschrieben ahst sondern antworte mal wieder hier :)

    Ich bin auch echt froh das ich zeichnen kann, viel lieber als wenn ich singen oder tanzen könnte aber es ist auch manchmal echt anstrengend und frustrierend wann man keine oder nur langsam Fortschritte macht und andere immer so viel besser sind. Außerdem habe ich manchmal wirkliche Tiefs wo ich nicht mehr zeichnen kann und ich denke mir dann, dass Jemand anderes doch viel mehr aus diesem Talent machen könnte als ich..
    Jedenfalls..wenn ich könnte würde ich dir gerne mein Talent geben oder zumindest mal mit dir zeichnen :)

    Ich kenne das wenn der Weg zum Ziel ertäuschend ist oder wenn man sich selbst das Ziel anders vorgestellt hat :/ Mein jetziges Ziel wäre meine Fachoberschule zu beenden aber das ist halt nicht so... motivierend, vorantreibend. Aber man sollte auf jeden Fall hin und wieder zurückblicken und realisieren was man schon alles geschafft hat. Für mich war es vor einigen Jahren kaum vorstellbar jetzt hier zu sein, nicht mal das ich 18 werde konnte ich mir damals vorstellen.

    Ich war in einem aber der war auch echt mega teuer, hat sich auch kaum gelohnt weil ich zu faul war. Aber diesmal meldet sich meine Schwester mit an und die wird mich da schon mitschleifen wenn ich nicht möchte (ich hab ihr gesagt sie soll das machen sonst bin ich im Nachhinein sauer auf mich selber weil ich nicht hingegangen bin)
    Ansonsten habe ich nicht so viele Möglichkeiten etwas in mein Alltag einzubauen. Zur schule fahre ich mit Bahn und Bus, Praktikum genauso, joggen schaffe ich momentan noch nicht aber ich mache Übungen und Yoga (Anfänger) Zuhause. Fürs erste reicht das bis ich fitter werde.
    Und danke! :D Ich dachte es ist ein guter Anfang.

    Planst du umzuziehen? Ich empfehle es dir nur da mal hinzugehen! War wirklich interessant :D Aber wenn du mal eine ruhige Runde im Kunstmuseum drehen möchtest dann solltest du dir einfach mal einen Tag freinehmen.
    Ich war auch erst das erste mal auf der Nacht der Museen, werde das aber wohl jedes Jahr ab jetzt machen :) (Wenn die Themen interessant sind)

    AntwortenLöschen