Dienstag, 27. Januar 2015

David Tage Mona Nächte - Steinhöfel, Tuckermann


Klappentext:
"Ich hab mir den Brief geschnappt und bin in mein Zimmer. War das schön. Langsam den Umschlag aufzuppeln, dann das Blatt rausfischen, deine Schrift, aber erst einmal am Papier scnuppern..."
Mona schreibt David und David schreibt Mona und so nach udn nach kommt da ein ganz anderer Davon zum Vorschein.
Quelle: Buchrücken


Mona will David kennenlernen, aber sie will ihn nicht treffen, sie will ihm Briefe schreiben. Und David, der Wortkarge, der Coole, der sich nicht ausdrücken kann, soll zurückschreiben. Nur zögerlich lässt er sich darauf ein, und nach und nach kommt in den Briefen ein anderer David zum Vorschein - einer, der seinem kleinen Bruder die Windeln wechselt, der ein Problem damit hat, jünger zu sein als Mona, und der schließlich alles von ihr wissen will. Doch plötzlich ist es Mona, die David etwas verschweigt...
Quelle: Amazon


Allgemeines:

Kosten: 5.99 Euro (bei Amazon)

Form: Briefform
155 Seiten
Jugendbuch ab 14 Jahren
Sprache: umgangssprachlich, entsprechend dem Alter der Protagonisten (15, 17) und der damaligen Zeit (1998)

Meine Meinung:
Insgesamt hat mich das Buch überrascht, vor allem, da ich ein wahnsinniger Verächter der Briefform bin. Wenn ich nur an "Die Leiden des jungen Werthers" denke. Obwohl das natürlich mit diesem Roman nicht im geringsten vergleichbar ist, da die Sprache hier wesentlich moderner und umgangssprachlicher ist. 

Die Thematik ist wohl auch heute noch aktuell, auch wenn ich mich nur schwer mit einer der beiden Protagonisten identifizieren konnte, da heute vor allem die 15 jährigen doch anders sind als dargestellt. Wobei, wer weiß wie unsere Jugend ist, wenn sie nur noch Briefe schreiben.
Die Thematik eines Mädchens, welche in einer Familie lebt, in der die Eltern keine gesunde Beziehung vorleben, sie sich durchschlägt, in der Schule Ärger hat und auf einem Trip nach Frankreich vergewaltigt wird, aber auch die andere Seite ein Junge, der viel zu viel Verantwortung für seine 15 Jahre hat, wenn er auf seinen kleinen Bruder und seine Schwester aufpassen muss. Vor allem scheint der Junge, David, lange als würde er das alles gut meistern, doch in den Briefen wird auch deutlich, dass er sich manchmal überfordert fühlt, dass seine Eltern sehr desinteressiert sind, zwar noch verheiratet, aber irgendwie doch nicht mehr glücklich als Paar. Wie man wohl rausliest: Besonders gut hat mir die Thematik gefallen, dass sie heute noch aktuell ist und nicht völlig aus der Luft gegriffen scheint.
Trotzdem ist es ein Jugendbuch, was ich gemerkt habe, aber mich nicht störte. Ich finde das Buch durchaus lesenswert.

4/5 Punkte

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